Markdown your life

Neulich habe ich gelernt, wie man den Teig für eine Quiche korrekt in die Form bekommt. Mein Ansatz bisher war drauflegen, in die Ecken stopfen und dann irgendwie den überschüssigen Rand entfernen. Dank dem grossen Larousse weiss ich nun, dass man den Teig über die Form legt, mit dem „Nudelholz“ einmal darüberfährt (Rand ist perfekt) und dann nach unten hin ausarbeitet. Kleiner Trick, grosse Wirkung.

Dementsprechend geht es in diesem Beitrag um kleine Dinge, kleine Daten, die aber eine grosse Wirkung haben.

Viele Computernutzer, die einen Text schreiben wollen, werden mit dem Öffnen von Microsoft Word (oder einem ähnlichen Produkt) beginnen. Ich war offen gestanden nie ein grosser Fan der klassischen Textverarbeitung (vielleicht, weil ich auf einem grünen, textbasierten Bildschirm sozialisiert wurde), weil mir immer zu viele Funktionen „zwischen“ mir und meinem Text standen.

Vor einiger Zeit habe ich Markdown entdeckt. Kleine Sache, grosse Wirkung.

Markdown ist eine Syntax, mit der man einen Text schreiben kann, indem man nur schreibt. Das heisst, Formatierungen, Screenshot und so weiter werden direkt beim Schreiben getippt und nicht mit der Maus nachträglich angewendet.

Beispiel:

## Header 2

macht mir folgende Überschrift:

##Header 2

Gleiches gilt für Links, Aufzählungspunkte usw.

Das ist recht nah dran an LaTeX von der Idee her, die Syntax ist aber weitaus einfacher und die Möglichkeiten entsprechend auch nicht so mächtig. Allerdings ist die Syntax nicht geschlossen, sondern erlaubt eigene Erweiterungen (z.B. für Inhaltsverzeichnisse).

Das Beste aber ist das engmaschige Ökosystem: Von der Notiz-Applikation (nvAlt) über Editoren bis hin zu Pre-Publishing-Tools findet sich alles auf jedem Betriebssystem, ob mobil oder stationär. Zudem ist ein Versionsvergleich, da textbasierend, über Git oder andere Source-Control-Systeme einfach.

Eine einfache Syntaxübersicht findet sich in Wikipedia.

Hinterlassen Sie eine Antwort